Die Tiere

Warum Tierhaltung auf dem CSA-Hof?

Wir haben einige Tiere auf unserem Hof und möchten einige Gedanken zu deren Rolle und unserer Sichtweise dazu darstellen.

Wir betrachten den Hof als einen Organismus, der sich an der Idee eines möglichst geschlossenen Kreislaufs orientiert. Selbst wenn es derzeit nicht zu 100 % möglich, eine geschlossene Kreislauf-Wirtschaft herzustellen, stellt es für uns ein anzustrebendes Ideal dar. In diesem Hof-Organismus hat jedes Teil seinen Platz.

Bella & Diego
Friesen
Schafe
Coburger Füchse
Hühner
Lohmann Hybriden
Rinder
Limousin
Schweine
Bunte Bentheimer
Bien
Bamse & Lotte
Kaltblüter

Aufs richtige Maß kommt es an

Ein gewisses Maß an Tieren ist fruchtbar für den Hoforganismus. Für eine Zertifizierung bei DEMETER wird z.B. eine bestimmte Menge (Großvieh-Einheiten pro Hektar) an Wiederkäuern vorausgesetzt, den Ihr Dung ist äußerst fruchtbar für den Boden. Zuviel wird ungesund für den Boden und das Gleichgewicht. Dann wird Dünger zu Gift für den Boden.

Auf unserem Hof entstehen viele Lebensmittel, die jedoch nicht alle vom Menschen verzehrt werden können.

  • Zum Beispiel reinigen wir unser Getreide, bevor es zum Bäcker geht. Die kleinen und zerbrochenen Körner sowie das Beikraut werden nicht verbacken, sondern dienen den Tieren als Futter.
  • Auch aussortiertes Gemüse wird an die Tiere verfüttert.

Darüber hinaus ist es für die Bodenfruchtbarkeit wichtig, dass wir in den aufeinanderfolgenden Vegetationsperioden unterschiedliche Pflanzen auf den Äckern anbauen (Fruchtfolge). Insbesondere Kleegras ist sehr gut für die Bodenfruchtbarkeit. Wir nutzen das Kleegras als Futter für Kühe, Schweine und Schafe. Der Boden des Getreideackers erholt sich durch das Kleegras, das zugleich durch die an den Wurzeln haftenden Knöllchenbakterien Stickstoff in die Böden bringt.

Die Hühner werden mit dem Hühnermobil auf den Kleegrasflächen gehalten und umgesetzt, so dass sie immer wieder frisches Kleegras als Futter bekommen. Die Gefahr von Parasitenbefall ist dadurch reduziert und die Hühner düngen zugleich die Fläche, auf der sie gehalten werden.

Doch Tiere fressen nicht nur, sie geben auch kostbaren Mist von sich, der zur Düngung der Pflanzen auf dem Acker dient. Der Mist fördert die Bodenfruchtbar. Erst wenn Tausende von Tieren in industriellen Massenställen Unmengen an Gülle produzieren, ohne dass genügend Fläche zur Verfügung steht, wird die Entsorgung zum Problem, der Boden überdüngt, das Wasser nitrat-belastet, die Bäche verseucht.

Tiere essen?

Es gibt immer wieder Menschen, die es fragwürdig finden, dass wir bei dem CSA- Hofkonzept unsere Tiere töten. Wir halten viel von vegetarischer Ernährung, aber es gibt immer noch Menschen (auch hier auf dem Hof) die ab und zu gerne gutes Fleisch essen. Hier sollte jeder seinen eigenen Umgang finden, aber auch Respekt und Interesse für den anderen bewahren.

Uns ist wichtig, dass wir einen respektvollen Umgang mit den Tieren pflegen und ihnen mit Wertschätzung begegnen.

Dadurch, dass die Tiere bei uns einen sinnvollen Platz im Hoforganismus haben, können wir auf dem Hof auch einen Begegnungsraum für Mensch und Tier schaffen. Auch das ist uns wichtig, denn gerade Kindern gibt der Umgang mit Tieren eine Möglichkeit, einen bewussten Bezug zur Mitwelt zu entwickeln.