Biodynamische Landwirtschaft

Video zu 90 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft

Präparate PflanzenDas Anliegen des biologisch-dynamischen Landbaus ist:

 

  • die Landwirtschaft als aktive Naturpflege
  • die Erzeugung gesunder Lebensmittel
  • die Entwicklung neuer Formen des sozialen Zusammenlebens

Zentral ist die Idee, das der Hof als ein Organismus betrachtet wird, zu dem wir nun auch die Verbraucher (als Teilnehmer) einbeziehen möchten.

Auf dem von Dr. Rudolf Steiner im „Landwirtschaftlichen Kurs“ entwickelten Grundgedanken zur Landwirtschaft basiert das Bild eines landwirtschaftlichen Betriebes als Organismus und Individualität.

Der landwirtschaftliche Betrieb ist so organisiert, dass sich die einzelnen Organe (belebter Boden, Kultur- und Wildpflanzenentwicklung und die wesensgemäß gehaltenen Tiere) zu einer lebendigen Einheit zusammenfügen. Sie bilden aus sich heraus einen Betriebsorganismus. Eingebunden sind die Menschen mit ihren verschiedenen Arbeitsbereichen und sozialen Lebensformen, sie gestalten den Betriebs-Organismus. Jeder Betrieb entwickelt seine eigene Individualität, da jeder Standort seine eigene Bodenbearbeitung, Fruchtfolge und Düngung erfordert und auch bestimmend ist für die Wahl der Tierarten.

Gleichzeitig trägt diese Landbaukultur im Sinne des Naturschutzes dazu bei, die Kulturlandschaft zu regenerieren.

Die biologisch-dynamischen Präparate, die aus Heilpflanzen, Kuhmist und Bergkristall gewonnen werden, wirken wie homöopathische Heilmittel für die Erde. Sie fördern die Entwicklung der Pflanze und ihrer Lebenskräfte. Dadurch wird das Leben in und über dem Boden aktiviert und harmonisiert  –  es wird biologisch-dynamisch.

Die biologisch-dynamischen Präparate stärken die Pflanzen sogar so weit, das sie als Vorbeugung gegen radioaktive Belastungen schützen. Dies ist inzwischen sogar wissenschaftlich bestätigt. So konnte Professor Ewald Schnug aus Braunschweig von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in verschiedenen Testreihen nachweisen, dass der Einbau von Uran in die Pflanzenmasse bei mit Fladenpräparat behandelten Bodenproben signifikant niedriger ausfällt. Auch wenn der exakte Wirkungsmechanismus des Mittels noch nicht bekannt ist, beeindrucken die Ergebnisse nichts desto weniger.

Die die biologisch-dynamischen Düngerzusatzpräparate werden punktuell in den Dünger eingebracht. Ihre Kräfte verbreiten sich strahlenförmig nach Rudolf Steiner im Dünger aus. Weitere  Anwendungsmethoden sind bei Wistinghausen et al. (2005) beschrieben. Durch die Präparate werden auch Umsetzungsvorgänge in den organischen Düngern angeregt. Die stärkere Belebung der Böden durch präparierten Dünger wird an einigen Merkmalen messbar, z.B. Erhöhung des Humusgehaltes oder Enzymaktivitäten sowie intensiveres Wurzelwachstum. Beispiele für eine bessere Produktqualität durch die Präparate sind geringere Lagerungsverluste, reduzierte Nitratgehalte sowie höhere Zucker- und Vitamingehalte (Forschungsring 2011).

Das Wirkungsprinzip der Präparate besteht in der Anregung harmonisierender Lebensprozesse. Eine unmittelbare Nährstoffwirkung durch die Präparate liegt nicht vor. Die Präparate dienen somit der Selbstregulation biologischer Systeme (Raupp und König 1996).

Erzeugnisse der biologisch-dynamisch wirtschaftenden Höfe erkennen Sie an diesem Zeichen:

demeter

Die Klosterstudie

Literatur:

Nähere Angaben zu den Herstellungsverfahren und der Anwendung der Präparate können den Präparate-Arbeitsheften entnommen werden:

Wistinghausen et al.: Anleitung zur Herstellung (Arbeitsheft 1) und Anwendung (Arbeitsheft 2) der Biologisch-Dynamischen Präparate, Herausgegeben vom Forschungsring, Verlag Lebendige Erde.

Raupp, J. & U. J. König (1996): Biodynamic preparations cause opposite yield effects depending upon yield levels. Biol. Agric. & Hort. 13, 175-188