21 Feb

Billiges Fleisch – wer zahlt den Preis?

Wann:
28. Februar 2019 um 19:00
2019-02-28T19:00:00+01:00
2019-02-28T19:15:00+01:00
Wo:
Gemeindehaus der Evangelisch-reformierten Gemeinde Osnabrück, Bergstr. 16, 49076 Osnabrück,
Billiges Fleisch – wer zahlt den Preis? @ Gemeindehaus der Evangelisch-reformierten Gemeinde Osnabrück, Bergstr. 16, 49076 Osnabrück,

Einladung zu einer Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen/Bremen.

 

 

 

Billiges Fleisch – wer zahlt den Preis?

 

 

Vortrag und Diskussionsveranstaltung zum System der Fleischindustrie und den Verhältnissen entlang der gesamten Produktionskette mit

 

– Peter Kossen, Pfarrer in Lengerich und Streiter für faire Arbeitsbedingungen in der   Schlachtbranche

Hans-Joachim Janssen, niedersächsischer Landesvoritzender von Bündnis 90/die Grünen und ehemaliger agrarpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion

Ottmar Ilchmann, Landesvorsitzender Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

Am Donnerstag dem 28. Februar 2019 um 19.00 Uhr im Gemeindehaus der Evangelisch-reformierten Gemeinde Osnabrück, Bergstr. 16, 49076 Osnabrück, Raum: Saal im 1. OG (Fahrstuhl)

 

Die Negativ-Schlagzeilen aus der niedersächsischen Schlachtbranche reißen nicht ab:

 

  • Skandalbilder aus mehreren Schlachthöfen mit Konsequenzen bis hin zur Schließung
  •  Mehrere Tuberkulosefälle unter Schlachthofmitarbeitern, sogar ein Todesfall
  • Kürzlich  eine unangemeldete Kontrolle von Schlachtbetrieben mit Mängeln in über der Hälfte der Fälle

 

Gründe genug, sich einmal näher mit dem Thema der Billig- und Massenproduktion von Fleisch im Nordwesten Niedersachsens auseinanderzusetzen. Neben den unbestreitbaren wirtschaftlichen Erfolgen, vor allem für Schlachtkonzerne und die vor- und nachgelagerte Industrie, bringt dieses System eine Vielzahl von „Kollateralschäden“ mit sich:

  • Massentierhaltung, Tierwohlmängel und gesellschaftliche Kritik daran
  • Kostendruck auf bäuerliche Betriebe und massives Höfesterben
  • unwürdige Lebens- und Arbeitsverhältnisse der ArbeiterInnen im System der Werkverträge,
  • eine am Weltmarkt orientierte Nahrungsmittelexportindustrie und ihre ruinösen Folgen für Ernährungssicherheit, Gesundheit, Umwelt und regionale Erzeuger und Kleinbauern weltweit.

 

Müssen diese negativen Begleiterscheinungen im Interesse des Systems der Fleischerzeugung hingenommen werden? Sind billige Lebensmittel und Weltmarkterfolge der Schlachtbranche das wert? Oder sollten sich alle Beteiligten, Bauern, Schlachtereien, der Handel, die Politik und die gesamte Gesellschaft bemühen, Perspektiven für die Entwicklung eines menschenwürdigen und ethisch vertretbaren Erzeugens von Lebensmitteln aufzuzeigen? Provokant gefragt: Reicht die Installation von Videokameras in Schlachthöfen, oder brauchen wir ein anderes System?