25 Feb

Schweine

Auf Hof Pente leben ca. 20 – 40 Bunte Bentheimer Schweine.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm in Deutschland die enorme Vielfalt der regional verankerten und den jeweiligen Verhältnissen bestens angepassten Haustierrassen ab. Zugunsten weniger Hochleistungsrassen ging die genetische Vielfalt in besorgniserregendem Maße verloren.
Viele alte Haustierrassen verschwanden von der Bildfläche oder gerieten an den Rand des Aussterbens. Eine davon war das Bunte Bentheimer Schwein, es stammt aus der Region und war lange Zeit ein beliebter Lieferant hochwertiger Fleisch- und Wurstprodukte, geriet es Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in die Mühle des sich ändernden Verbraucherverhaltens und –geschmacks. Fettarmes Fleisch war nun angesagt – das konnten die Bunten Bentheimer nicht liefern und so wurde die Zucht Stück für Stück aufgegeben – bis nur noch wenige Tiere vorhanden waren (die meisten davon über lange Jahre in den Händen eines einzigen Züchters!). – Schließlich nahmen Ende der neunziger Jahre engagierte Züchter das Heft in die Hand und begannen, sich um die koordinierte Zucht und damit um das Überleben dieser einzigartigen Schweinerasse zu kümmern.
Die Bentheimer sind optimal an die Bedingungen der Freilandhaltung angepasst. Durch die viele Bewegung wird das Fett intramuskulär eingelagert. Dies marmoriertes Fleisch wirkt als Geschmacksträger, denn Aromastoffe sind fettlöslich. Daher ist das Fleisch dieser alten Rassen besonders lecker. Außerdem umhüllt intramuskuläres Fett das Muskelgewebe und verringert den Koch- bzw. Bratverlust und die Saftigkeit des Fleisches bleibt erhalten.
Die aktuellen Haltungsbedingungen in der herkömmlichen Massentierhaltung bieten einen optimalen Nährboden für die Entwicklung von antibiotikaresistenten Superbakterien. Dabei entwickelt sich die vermeintlich „moderne“ Landwirtschaft vom Ernährer der Gesellschaft zur Bedrohung der allgemeinen Gesundheit.

98% der Schweine in Deutschland sind mittlerweile nur noch Kreuzungen aus Deutscher Landrasse, Pietrainschwein & Deutschem Edelschwein.

Futter:

Unsere Schweine werden mit unserem Ausputzgetreide und mit Gemüseresten gefüttert. Bevor wir unser Getreide zum Bäcker liefern, wird es gereinigt, dabei werden Beikrautsamen und alle kleinen Getreidesamen, so wie auch zerbrochene Körner herausgereinigt.  All dies nennt man dann Ausputzgetreide. Dies wird gemahlen und den Schweinen gefüttert. Damit verwerten die Schweine auf sinnvolle Weise das, was im Betrieb anfällt. Etwas Getreide wird allerding auch für die Schweinefütterung direkt angebaut. Dazu bekommen sie noch etwas Silage (aus Kleegrass von unserem Acker). Auch aussortiertes Gemüse fällt an, was ihnen besonders schmeckt. Darüber hinaus bauen wir auch noch etwas Getreide nur für die Schweine an.