Das Kind

Das Kind

 

Lernen ist selbst- initiiert. Selbst dann, wenn der Antrieb oder der Reiz von außen herrührt, kommt das Gefühl des Entdeckens, des Hinausgreifens, Eingreifens und Begreifens von innen. Jegliches Lernen findet vom konkreten-, über das  sensomotorische-  bis hin zum abstrakten- oder rein mentalen- Lernen hin statt. Fähigkeiten können jedoch nicht einprogrammiert werden, sondern entwickeln sich am besten  in einer Atmosphäre von emotionaler und sozialer Sicherheit.

„Die Freude, das Selbstwertgefühl, sich von anderen anerkannt und geliebt zu wissen, sich nützlich und fähig zu fühlen, das sind Faktoren von ungeheurer Bedeutung für die menschliche Seele. Schließlich bilden das Selbstwertgefühl und die Möglichkeit, an einer sozialen Organisation teilzuhaben, lebendige Kräfte. Und das gewinnt man nicht, indem man Lektionen auswendig lernt oder Probleme löst, die nicht mit dem praktischen Leben zu tun haben. Das Leben muss zum zentralen Punkt werden und die Bildung ein Mittel.“

(Maria Montessori)

 

Durch die Vermittlung von methodischen und inhaltlichen Sicherheiten, die seinem jeweiligen Entwicklungstand entsprechen, erhält das Kind die Möglichkeit, sein Interesse an Zusammenhängen und Fragestelllungen in  eigenständige Lernprozesse umzuwandeln. So kann es in der ganz individuellen Begegnung mit der Welt Erfahrungen sammeln, die seine Kreativität, Ausdauer und Konzentration fördern,  das erworbene Wissen kann nachhaltig  gesichert werden.

Nicht das, was wir unseren Kindern vorsetzen, entscheidet, wie oder wofür sie ihr Gehirn mit Begeisterung benutzen, sondern nur das, was in ihren Augen für sie wichtig ist, was aus ihrer subjektiven Perspektive für sie wirklich bedeutsam ist. Und das ist selten und nur am Anfang das, was wir als Eltern, LehrerInnen und ErzieherInnen für bedeutsam halten.“
(Gerald Hüther)

Der chilenische Biologe Humberto Maturana prägte den Begriff der Autopoiese als die Fähigkeit von allem Lebendigen, sich selbst zu erschaffen. So gehen auch wir an der FREIEN HOFSCHULE PENTE davon aus, dass jedes Kind, wie ein Samenkorn, bereits die Fülle seines Potentials in sich trägt. Maria Montessori nannte dies den „inneren Bauplan“, der nach Entfaltung strebt. Demnach entwickeln sich Kinder von innen heraus. Bei kleinen Kindern lässt sich im Verlauf der ersten Monate und Jahre diese innewohnende Kraft zur Entfaltung besonders gut beobachten. Aus eigenem Antrieb erlernen die Kinder komplexe Fähigkeiten, wenn die sensiblen Strukturen nicht von außen gestört, reduziert oder verhindert werden.

So braucht kein Kind Unterricht, um Krabbeln, Laufen oder Sprechen zu lernen. Es ahmt die Tätigkeiten seiner Umgebung nach und macht sie sich zu Eigen.  Auch im Rahmen des schulischen Lernens vollzieht sich die kindliche Entwicklung weiterhin an Vorbildern und  wandelt  Impulse und Anregungen aus seiner Umgebung in eigenes Entdecken und Forschen um.       

Die vollständige Umgebung