Handlungspädagogische Provinz

Nachhaltigkeit LernenDie Handlungspädagogische Provinz ist ein generationsübergreifender LebensLernOrt an dem neue soziale, ökologische, ökonomische und pädagogische Ansätze erprobt werden. Grundlage dafür bildet die Bewirtschaftung eines Gemeinschaftshofes nach den Prinzipien der Solidarischen Landwirtschaft.

Das „Pilotprojekt Pädagogische Provinz“ in dessen Rahmen der CSA Hof Pente für 2 Monate zum erweiterten Klassenzimmer für eine 3. Klasse wird, ist von der Software AG Stiftung gefördert.

Der Begriff „Pädagogische Provinz“ stammt von Goethe. Dieser benutzt ihn in seinem Bildungsroman Wilhelm Meisters Wanderjahre wo er auf eine vorbildliche Erziehungsgemeinschaft hinweist. Im achten Kapitel des zweiten Buches berichtet Wilhelm über die pädagogischen Provinz, in der er seinen Sohn Felix untergebracht hat. Der erste EIndruck wird wie folgt beschrieben:

Die Wallfahrenden hatten nach Vorschrift den Weg genommen und fanden glücklich die Grenze der Provinz, in der sie so manches Merkwürdige erfahren sollten; beim ersten Eintritt gewahrten sie sogleich der fruchtbarsten Gegend, welche an sanften Hügeln den Feldbau, auf höhern Bergen die Schafzucht, in weiten Talflächen die Viehzucht begünstigte. Es war kurz vor der Ernte und alles in größter Fülle; das, was sie jedoch gleich in Verwunderung setzte, war, daß sie weder Frauen noch Männer, wohl aber durchaus Knaben und Jünglinge beschäftigt sahen, auf eine glückliche Ernte sich vorzubereiten, ja auch schon auf ein fröhliches Erntefest freundliche Anstalt zu treffen.

Weitere Erziehungselemente beschreibt Goethe Musik und Chorgesang. Die zu favorisierende Religion besteht darin, den Jugendlichen in der Provinz zu ermöglichen, Ehrfurcht vor dem Himmel und der Erde zu entwickeln.