Konzept:

Die Freie Hofschule Pente startet mit dem Primarbereich im August 2018 mit ca. 20 Kindern von 6-9 Jahren.

Wage deinen Kopf an den Gedanken, den noch keiner dachte. Wage deinen Schritt auf die Straße, die noch niemand ging, auf dass der Mensch sich selber schaffe und nicht gemacht werde von irgendwem oder irgendwas.

                                                                                 Friedrich Schiller

Einführung

Die Freie Hofschule Pente soll eine einzigartige Grund- und Oberschule in freier Trägerschaft werden. Sie befindet sich auf dem Gelände des biodynamischen Bauernhofs Hof Pente.

Dem Konzept der Freie Hofschule Pente liegt ein Bildungsverständnis zugrunde, bei dem Lernen sich aus den inneren Bedürfnissen des Menschen heraus entfaltet. Grundlegend dafür ist die Erkenntnis, dass jeder Mensch für die Entfaltung seines vollen Potentials einer möglichst „vollständigen Umgebung“ bedarf.

Mit „vollständig“ meinen wir einen Beziehungsraum, in dem der Mensch in einer lebenspraktischen, respektvollen und fruchtbaren Beziehung zum Boden, zu den Pflanzen, zu Tieren und zu anderen Menschen steht. Der Hof Pente als handlungspädagogische Provinz ist eine Gemeinschaft von tätigen Menschen, die Verantwortung für die Kultivierung des wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Miteinanders übernehmen. Die „solidarische Landwirtschaft“ wird von rund 300 Mitgliedern gemeinschaftlich getragen und ermöglicht so auf und um den Hof das Kultivieren von Vielfalt. Diese Vielfalt dient als erweiterte, „vollständige“ Lern-Umgebung der Schule.

Die Freie Hofschule Pente setzt es sich zum Ziel, durch sinnhafte Tätigkeiten in einer konkreten Welt, jedes Kind dem Rhythmus seiner Entwicklung entsprechend lernen zu lassen.

Das folgende Kurzkonzept bezieht sich hauptsächlich auf die Grundschule. Das Konzept für die Oberschule ist bereits eingereicht und der Antragsprozess wird voraussichtlich zum Schuljahr 2019/20 begonnen.

Pädagogische Grundlagen

Lernen von Innen

Nicht das, was wir unseren Kindern vorsetzen, entscheidet, wie oder wofür sie ihr Gehirn mit Begeisterung benutzen, sondern nur das, was in ihren Augen für sie wichtig ist, was aus ihrer subjektiven Perspektive für sie wirklich bedeutsam ist. Und das ist selten und nur am Anfang das, was wir als Eltern, LehrerInnen und ErzieherInnen für bedeutsam halten.“
(Gerald Hüther)

Der chilenische Biologe Humberto Maturana prägte den Begriff der Autopoiese als die Fähigkeit von allem Lebendigen, sich selbst zu erschaffen. So gehen auch wir an der Freien Hofschule Pente davon aus, dass jedes Kind, wie ein Samenkorn, bereits die Fülle seines Potentials in sich trägt. Maria Montessori nannte dies den „inneren Bauplan“, der nach Entfaltung strebt. Demnach entwickeln sich Kinder von innen heraus. Bei kleinen Kindern lässt sich im Verlauf der ersten Monate und Jahre diese innewohnende Kraft zur Entfaltung besonders gut beobachten. Aus eigenem Antrieb erlernen die Kinder komplexe Fähigkeiten. Wenn die sensiblen Strukturen nicht von außen gestört, reduziert oder verhindert werden, kann die natürliche Lernfähigkeit erhalten bleiben und ein Leben lang weiterentwickelt werden.

Um sein inneres Potential verwirklichen zu können, benötigt ein Kind eine geeignete Umgebung und Begleitung, die seinen einzigartigen Rhythmus und seine individuellen Lern- und Reifeprozesse respektiert.

Vorbereitete Umgebung

Die Freude, das Selbstwertgefühl, sich von anderen anerkannt und geliebt zu wissen, sich nützlich und fähig zu fühlen, das sind Faktoren von ungeheurer Bedeutung für die menschliche Seele. Schließlich bilden das Selbstwertgefühl und die Möglichkeit, an einer sozialen Organisation teilzuhaben, lebendige Kräfte. Und das gewinnt man nicht, indem man Lektionen auswendig lernt oder Probleme löst, die nicht mit dem praktischen Leben zu tun haben. Das Leben muss zum zentralen Punkt werden und die Bildung ein Mittel.“ (Maria Montessori)

Der von Maria Montessori entwickelte Begriff der „vorbereiten Umgebung“ ermöglicht den SchülerInnen einen individuellen Zugang zu verschiedensten Lernfeldern und bezieht sich auf die Haltung der BegleiterInnen ebenso wie auf die räumliche Umgebung und ihre Ausstattung. In Innen- und Außenräumen werden vielfältige Lern-, Bewegungs-, Spiel-, und Erfahrungsmöglichkeiten geboten, die den Kindern ein weitreichend selbstbestimmtes Leben und Lernen ermöglichen.

Die „vorbereitete Umgebung“ erlaubt es den Kindern auf vielfältige Art und Weise mit allen Sinnen tätig zu werden. Sie lädt dazu ein, stetig neue Erfahrungen zu machen und diese beliebig oft zu wiederholen, so lange, bis das Interesse des Kindes wirklich gesättigt ist. Die Umgebungen sind dafür vorbereitet, durch konkretes eigenes Tun in den verschiedensten Bereichen verknüpftes Verständnis und Wissen aufzubauen.

So gibt es neben Materialien für die „Fächer“ Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen, viel Raum für praktisches kreatives Tun, vielfältige Bewegung, Experimentieren, Kochen & Backen, Rollenspiel, Musizieren, Konstruktionsspiele, Gesellschaftsspiele usw. Die gesamte Umgebung ist so gestaltet, dass die Kinder selbstständig und spontan in ihr handeln können.

Respektvolle Begleitung

Das erste Wirkende eines Erziehers ist sein Sein.
Das zweite, was er tut. Und das dritte erst, was er sagt.“ (Romano Guardini)

An der Freien Hofschule Pente werden die Kinder in allen Aktivitätsbereichen von Erwachsenen begleitet. Die Aufgabe der LernbegleiterInnen ist es, jedem Kind entsprechend seinen Bedürfnissen Zuwendung zu geben und mit aufmerksamem Interesse die von ihm selbst gewählten Tätigkeiten zu beobachten und bei Bedarf zu begleiten.

Die nicht-direktive Haltung der Erwachsenen ermöglicht jedem Kind auf seine individuelle Art und Weise, seine sich selbst gestellten Aufgaben durchzuführen, ohne dass es durch lenkende Eingriffe wie Motivierung, Bewertung oder Belohnung dabei gestört wird. Kommt von dem Kind eine Frage oder die Bitte nach einer Erläuterung eines Materials oder der Wunsch nach einer Hilfestellung, so wird der Erwachsene gemeinsam mit dem Kind das Thema und die Frage erforschen, Einführung in bestimmte Materialien geben oder entsprechendes Material erstellen, um dem Kind einen Zugang zu dem gefragten Thema zu ermöglichen.

„Jede Erziehung ist Selbsterziehung, und wir sind eigentlich als Lehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes.“ (Rudolf Steiner)

Die Erwachsenen geben den Kindern durch echtes Interesse und Zuwendung die individuell notwendige, emotionale Präsenz und Nähe, ihre eigenen Erfahrungen zu machen sowie Probleme und Konflikte zu lösen. Konflikte zwischen den Kindern werden von Erwachsenen so begleitet, dass jedes Kind mit seinem Standpunkt gehört und respektiert und somit emotional unterstützt wird. Hierdurch entsteht ein Raum, in dem Kinder ihre eigenen Lösungsprozesse gestalten können, und das führt Schritt für Schritt zu sozialer und emotionaler Selbstregulierung.

Die Erwachsenen bestehen ausdauernd auf die Einhaltung der Grundregeln in der Freien Hofschule Pente, und bei Bedarf werden sie klare Grenzen setzen. Dies empfinden wir als notwendig, um einen sicheren Rahmen zu bieten, in dem sich die Kinder orientieren können. Die Regeln und Grenzen dienen dabei nicht als Erziehungsmaßnahmen, sondern als notwendige „Leitplanken“, um eine entspannte Umgebung für alle zu ermöglichen.

Tiefes Vertrauen in das Entwicklungspotenzial jedes einzelnen Kindes bildet die Grundlage für die achtsame Haltung der Erwachsenen.

Es gehört zum Bildungsverständnis der Freien Hofschule Pente, dass die Kinder die Erwachsenen in ihrer Umgebung nicht bloß als ihre „Betreuer“ wahrnehmen. Stattdessen erleben sie die Lernbegleiter immer wieder als wirkende Menschen, die aus freier Entscheidung konstruktiv, kreativ und/oder künstlerisch tätig sind. Sei es, dass eine Lernbegleiterin Aufgaben auf dem Hof übernimmt, ein Möbelstück an der Werkbank repariert, ein neues Material für die vorbereitete Umgebung entwickelt, ein Bild malt oder kocht. Somit erleben die Kinder die Erwachsenen in ihrer unmittelbaren Umgebung als Vorbilder, die Verantwortung übernehmen, Lebenserfahrung und persönliche Interessen haben und eigene Handlungsbögen verfolgen.

In der Primaria wird jedes Kind einem/einer LernbegleiterIn zugeteilt. Er oder sie ist AnsprechpartnerIn der Eltern und dokumentiert die Lernentwicklung.

Altersübergreifendes Lernen + Entwicklungsetappen

Die Vielfalt bei Kindern ist in jeder Hinsicht so groß, dass Normvorstellungen irreführend sind. Die Vielfalt in ihrem ganzen Ausmaß zu kennen und als biologische Realität zu akzeptieren, ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, den individuellen Bedürfnissen und Eigenschaften der Kinder gerecht zu werden.“ (Remo Largo)

Die SchülerInnen der Freien Hofschule Pente verteilen sich auf drei Stufen, die räumlich klar getrennt sind und sich an den grundsätzlichen Entwicklungsbedürfnissen der jeweiligen Altersgruppen orientieren. Das sind die Primaria (6-9 Jahre), Sekundaria (10 – 13 Jahre) und Tertia (ab 14 Jahre). Jedes Kind ist, je nach Alter und Entwicklungsstand, einer der drei Stufen zugehörig, jedoch steht es den Kindern prinzipiell frei, sich auch in den Bereichen der anderen Stufen zu bewegen. Wobei es sich zeigen wird, wie viel geschützten Raum jede Stufe braucht.

Die Entwicklungsetappen, auf denen die Stufen basieren, wurden von dem Schweizer Entwicklungspsychologen Jean Piaget erforscht. Sie entsprechen in vielerlei Hinsicht den „Jahrsiebten“, die Rudolf Steiner definierte und geben eine Orientierung über die Entwicklungsschritte, die ein gesundes Kind in seinem Leben durchläuft.

Lern- und Arbeitsgruppen bilden sich aufgrund von Interessen und Kompetenzen, nicht aufgrund des Alters. Die einzigartigen Bedürfnisse, Lernstände und Potenziale finden so auf natürliche Weise ihren Platz in der Gemeinschaft.

Wann genau ein Kind in die nächste Stufe wechselt, wird individuell entschieden und geschieht in den meisten Fällen ganz natürlich. Dabei kann der Wechsel von einem auf den anderen Tag abgeschlossen sein, oder auch über mehrere Wochen hinweg schrittweise vor sich gehen. Wenn der Übergang vollzogen ist, wird er mit einem kleinen Ritual gewürdigt.

Vollständige Umgebung

Heute haben nur wenige Kinder die Gelegenheit, die Arbeitsprozesse der Erwachsenenwelt unmittelbar mitzuerleben. Ein Lernumfeld, in dem Kinder erfahren können, wie Menschen gemeinsam und aus freier Entscheidung, Sinn-schaffend tätig sind und auf verantwortungsvolle und nachhaltige Weise Werte erzeugen, ist aus pädagogischer Sicht besonders wertvoll.“ (Peter Guttenhöfer)

Die Freie Hofschule Pente gehört zum biodynamischen Bauernhof Pente. Als eine Gemeinschaft tätiger Erwachsener bietet der Hof eine einzigartige erweiterte Lernumgebung. So erleben die Kinder täglich Erwachsene, die selbst sinnvolle, zum Leben gehörende Tätigkeiten ausüben. Dabei umfassen die Tätigkeitsfelder unter anderem: Gemüsebau, Tierhaltung, Ackerbau, Metall- und Holzwerkstatt, Waldwirtschaft, Hauswirtschaft, Management, Bauarbeiten, tägliches gemeinsames Singen und Dialogpraxis.

Des Weiteren bietet die unmittelbare Umgebung der Freien Hofschule Pente eine große Vielfalt an Naturräumen, wie Wiesen, Weiden, Wald, Streuobstwiesen, Ackerflächen, Gemüsebeete, Bäche und Teiche. Dazu kommt eine Vielfalt an Nutz- und Haustieren wie Kühe, Schweine, Schafe, Pferde, Hunde, Hühner und Bienen.

Ergänzt wird diese „Landkultur“ noch durch eine große Artenvielfalt an Vögeln, Insekten und Wildtieren, die den Hof Pente zu ihrem Zuhause gemacht haben oder ihn auf ihren Wegen kreuzen.

Somit bietet die unmittelbare Umgebung der Freien Hofschule Pente einzigartige Möglichkeiten für Erfahrungen mit Natur und Kultur.

Der Hof ist schon jetzt Lernort für über 20 Kinder, die die Großtagespflege (Zusammenschluss von Tagesmüttern) und den Waldkindergarten besuchen.

Die Pädagogischen Grundlagen der Freien Hofschule Pente sind:

Leistungsfestellung & Abschlüsse

Die LernbegleiterInnen nehmen jeden einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler differenziert wahr. In enger Zusammenarbeit mit den SchülerInnen und den Eltern erarbeiten sie Leistungsfeststellungen in Form von Jahresberichten. Diese Art der kooperativen Leistungsfeststellung gründet auf folgenden Elementen:

  • Regelmäßige Dokumentation (Aktivitätsprofile, Fotos…) durch die LernbegleiterInnen
  • Austausch mit den Eltern zu Beobachtungen des Lern- und Entwicklungsstandes
  • Protokolle der regelmäßigen Reflexionen an der Hofschule über den Entwicklungs- und Lernstand

Diese Elemente werden mit der Zeit durch Tutorengespräche, Selbstreflektion und Portfolios ergänzt.

In Teamgesprächen, die mehrmals pro Woche stattfinden, reflektieren die LernbegleiterInnen gemeinsam die Entwicklungsprozesse der Kinder und Jugendlichen und passen die Angebote der Schule den individuellen Erfordernissen entsprechend an. Im Falle von Lernproblemen entwickeln sie im Austausch mit den Eltern individuelle Konzepte zur gezielten Unterstützung und Förderung.

Da die Oberschule der Freien Hofschule Pente als genehmigte Ersatzschule von besonderer pädagogischer Bedeutung keine eigenen Abschlüsse vergeben darf, können die Jugendlichen sog. „Nicht-SchülerInnen/innen“-Prüfungen (Externen-Prüfung) ablegen. Diese Abschlüsse sind bezogen auf die Abschlüsse der staatlichen Schulen oder anerkannten Ersatzschulen gleichwertig und entsprechend anerkannt.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Damit die Freie Hofschule Pente zu einem Ort für freie Entfaltung werden kann, ist eine gute Kooperation und Kommunikation zwischen dem pädagogischen Team und den Eltern notwendig.  Die Grundlage dafür ist die Entscheidung der Eltern, die Entwicklungsprozesse ihrer Kinder respektvoll zu begleiten. Dazu gehört auch, sich selbst als Person authentisch in die Begegnung einzubringen (emotionale Präsenz). Das pädagogische Team ist als Unterstützung stets dabei, das Vertrauen in die Entwicklungsprozesse der Kinder zu vertiefen und ein Verständnis für ihre authentischen Bedürfnisse zu entwickeln.

In regelmäßigen Gesprächen entsteht ein Dialog zwischen LernbegleiterInnen und Eltern, wobei Beobachtungen von und Erfahrungen mit dem Kind ausgetauscht werden können. Dieser Austausch funktioniert in zwei Richtungen: die Eltern erfahren über die Tätigkeit ihres Kindes während der Schulzeit aus Sicht des pädagogischen Teams und die LernbegleiterInnen können ihr Bild durch Eindrücke aus dem Familienleben bereichern. Die Basis dieser Gespräche bildet das Bemühen, die besten Bedingungen für das Kind zu schaffen (kein Druck, entspannte Umgebung, eventuelle Erwartungshaltungen überprüfen etc.).

An regelmäßigen „Hausabenden“ steht die „vorbereitete Umgebung“ der Freien Hofschule Pente allen Eltern offen. Diese Abende werden von den Eltern selbst gestaltet und könnten Materialarbeit, gemeinsames Musizieren, Gesprächskreise uvm. beinhalten.

Je nach Bedarf finden in unregelmäßigen Abständen Workshops und Kurse zu pädagogischen Fragen statt (z.B. Materialarbeit, das Bereitstellen einer „vorbereiteten Umgebung“ zu Hause, das Setzen von Grenzen)

Im Sinne der „Vollständigen Umgebung“ sehen wir die speziellen Fähigkeiten und Arbeitsfelder der Eltern als ein potentielles Lernfeld für die Kinder an der Freien Hofschule Pente. Dieses Potenzial kann sich in Form von (Mini-) Praktika, Ausflügen oder als Kursangebot in der Schule entfalten.

Im Allgemeinen sind wir als junge Initiative auf die tatkräftige Unterstützung der Eltern angewiesen. Die konkreten Bereiche werden sich über die Zeit entwickeln und verändern. Immer wieder gefragt ist die Mithilfe bei Umbauarbeiten, der Herstellung von Mobiliar und Material und bei der Raumpflege.

Bei Bedarf für eine Nachmittagsbetreuung einiger Kinder bis 14 Uhr, wollen wir mit den betreffenden Eltern eine Kooperation entwickeln, um einen tragfähigen Betreuungsschlüssel zu erreichen.

Durch die Solidarische Versorgungsgemeinschaft Hof Pente, haben Eltern die Möglichkeit, sich auf vertiefte Art und Weise mit dem Lern- und Schaffensort der Kinder zu verbinden. Somit ist eine vielfältige und partizipatorische Grundlage für fruchtbare Elternarbeit gelegt.

Tagesstruktur

Die Primaria ist jeden Vormittag von 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet. Die Anfangszeit ist gleitend, d.h. die Kinder kommen bis 8.30 Uhr an. Dann beginnt der gemeinsame Tag mit einem Morgenkreis innerhalb der Schule. Der Tag endet für alle um 13.00 Uhr. Eine wöchentliche Versammlung in den jeweiligen Stufen sowie einmal die Woche eine Schulversammlung sind verpflichtend für alle.

Über diese feste Struktur hinaus ist jeder Tag, jede Woche und jeder Monat vor allem individuell geprägt von der Vielzahl an spontanen Aktivitäten, der sich die Kinder mit der jeweils eigenen situationsbezogenen Intensität und Ausdauer widmen. Außerdem finden immer wieder besondere Aktivitäten statt, die von Lernbegleitern, (Eltern) oder Kindern angeboten werden. Diese variieren je nach Bedarf im zeitlichen und inhaltlichen Umfang sowie in der Verbindlichkeit der Teilnahme.

Darüber hinaus durchdringen die Jahreszeiten das Leben an der Freien Hofschule Pente. Demnach stehen immer wieder Feste und gemeinsame Aktionen auf dem Hof an (z.B. Dreschen, Rotkohlernte, Bäume pflanzen), bei denen alle Kinder der Schule mitmachen.

Eine Nachmittagsbetreuung bis 14 Uhr ist möglich (siehe oben).

Finanzierung

Als genehmigte Ersatzschule erhält die Freie Hofschule Pente im Vergleich zu Regelschulen nur einen Bruchteil der staatlichen Zuschüsse, in den ersten 3 Jahren gar keinen. Somit müssen wir bei der Finanzierung andere Wege gehen. Dazu gehört auch ein Schulgeld, das sich in der Höhe an anderen Alternativschulen orientiert.

Um die ersten drei Jahre, in denen wir weder staatliche Zuschüsse bekommen, noch die volle Anzahl Schüler und Schülerinnen haben, finanziell zu stemmen, benötigen wir Geld. Dieses soll, neben einem Kredit der GLS Bank, durch Mini-Kredite, Bürgschaften und Schenkungen von Eltern und UnterstützerInnen zusammen kommen.

Literatur

Basisliteratur

  • Hartkemeyer, T.; Guttenhöfer, P.; Schulze, M. (Hrsg.): Das pflügende Klassenzimmer. Oekom Verlag
  • Juul, J.: Dein kompetentes Kind – Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie. Rowohlt Verlag 2009.
  • Kullak-Ublick, H.: Jedes Kind ein Könner: Fragen und Antworten zur Waldorfpädagogik
  • Kutik, C.; Herzensbildung: Von der Kraft der Werte im Alltag mit Kindern
  • Largo, R.: Kinderjahre. Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung. Piper Verlag 2000.
  • Montessori, M.: Kinder sind anders. dtv/Klett-Cotta 1997.
  • Pikler, E: Friedliche Babys – zufriedene Mütter. Verlag Herder
  • Wild, R.: Erziehung zum Sein. Arbor Verlag 2000.
  • Wild, R.: Mit Kindern leben lernen. Sein zum Erziehen. Beltz Verlag

multiprofessionelles Kompetenzteam

Tobias Hartkemeyer
Dr. Landwirt Lehrer
Julia Hartkemeyer
Dipl.Ing. Gärtnerin
Ulrike Linnemann
Waldorflehrerin
Felix Bach
Schauspieler, Gärtner & Erlebnispädagoge
Clara Bach
Theaterpädagogin B.A.
Rosalind Kühnert-Hall
Kinderbauernhof
Andrea v. Homeyer
Agrarbiologin Waldorflehrer
J. F. Hartkemeyer
Dr.rer.pol. Dipl.Päd.
Martin Kühnert
Gartenbauingenieur
Martina Hartkemeyer
Dr.rer.pol. Dipl.Biologin

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