Biodynamische Landwirtschaft

Die Landwirtschaft „Hof Pente GbR“ produziert nach Demeter Richtlinien, sie wird kontrolliert und ist Bio und Demeter zertifiziert. Die Solidarische Landwirtschaft „Wirtschaftsgemeinschaft Hof Pente“ ist ein LEH und kauft die Lebensmittel von der Hof Pente GbR und verteilt sie an ihre Mitglieder. Dabei ist die „Wirtschaftsgemeinschaf Hof Pente“ weder Bio, noch Demeter Zertifiziert.

Das Anliegen des biologisch-dynamischen Landbaus ist:

  • die Landwirtschaft als aktive Naturpflege
  • die Erzeugung gesunder Lebensmittel
  • die Entwicklung neuer Formen des sozialen Zusammenlebens

Zentral ist die Idee, das der Hof als ein Organismus betrachtet wird, zu dem wir nun auch die Verbraucher (als Teilnehmer) einbeziehen möchten.

Auf dem von Dr. Rudolf Steiner im „Landwirtschaftlichen Kurs“ entwickelten Grundgedanken zur Landwirtschaft basiert das Bild eines landwirtschaftlichen Betriebes als Organismus und Individualität.

Der landwirtschaftliche Betrieb ist so organisiert, dass sich die einzelnen Organe (belebter Boden, Kultur- und Wildpflanzenentwicklung und die wesensgemäß gehaltenen Tiere) zu einer lebendigen Einheit zusammenfügen. Sie bilden aus sich heraus einen Betriebsorganismus. Eingebunden sind die Menschen mit ihren verschiedenen Arbeitsbereichen und sozialen Lebensformen, sie gestalten den Betriebs-Organismus. Jeder Betrieb entwickelt seine eigene Individualität, da jeder Standort seine eigene Bodenbearbeitung, Fruchtfolge und Düngung erfordert und auch bestimmend ist für die Wahl der Tierarten.

Gleichzeitig trägt diese Landbaukultur im Sinne des Naturschutzes dazu bei, die Kulturlandschaft zu regenerieren.

Die biologisch-dynamischen Präparate, die aus Heilpflanzen, Kuhmist und Bergkristall gewonnen werden, wirken wie homöopathische Heilmittel für die Erde. Sie fördern die Entwicklung der Pflanze und ihrer Lebenskräfte. Dadurch wird das Leben in und über dem Boden aktiviert und harmonisiert  –  es wird biologisch-dynamisch.

Die biologisch-dynamischen Präparate stärken die Pflanzen sogar so weit, das sie als Vorbeugung gegen radioaktive Belastungen schützen. Dies ist inzwischen sogar wissenschaftlich bestätigt. So konnte Professor Ewald Schnug aus Braunschweig von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in verschiedenen Testreihen nachweisen, dass der Einbau von Uran in die Pflanzenmasse bei mit Fladenpräparat behandelten Bodenproben signifikant niedriger ausfällt. Auch wenn der exakte Wirkungsmechanismus des Mittels noch nicht bekannt ist, beeindrucken die Ergebnisse nichtsdestoweniger.

Die die biologisch-dynamischen Düngerzusatzpräparate werden punktuell in den Dünger eingebracht. Ihre Kräfte verbreiten sich strahlenförmig nach Rudolf Steiner im Dünger aus. Weitere  Anwendungsmethoden sind bei Wistinghausen et al. (2005) beschrieben. Durch die Präparate werden auch Umsetzungsvorgänge in den organischen Düngern angeregt. Die stärkere Belebung der Böden durch präparierten Dünger wird an einigen Merkmalen messbar, z.B. Erhöhung des Humusgehaltes oder Enzymaktivitäten sowie intensiveres Wurzelwachstum. Beispiele für eine bessere Produktqualität durch die Präparate sind geringere Lagerungsverluste, reduzierte Nitratgehalte sowie höhere Zucker- und Vitamingehalte (Forschungsring 2011).

Das Wirkungsprinzip der Präparate besteht in der Anregung harmonisierender Lebensprozesse. Eine unmittelbare Nährstoffwirkung durch die Präparate liegt nicht vor. Die Präparate dienen somit der Selbstregulation biologischer Systeme (Raupp und König 1996).

Präparate

Forschungsarbeiten des Schweizer Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FIBL) über mehr als 20 Jahre zeigen, dass im Vergleich zu konventioneller und organisch-biologischer Landwirtschaft in der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise durch den Einsatz der biologisch-dynamischen Präparate die Fruchtbarkeit des Bodens erhöht werden konnte. Bei den wesentlichen Parametern wie Biomasse der Regenwürmer, Anzahl der Beikräuterarten oder Anzahl der Laufkäferarten lagen die biologisch-dynamisch gepflegten Versuchsflächen meistens vor den organisch-biologisch und konventionell bewirtschafteten. Diese Auswertung ist als DOK-Versuch (dynamisch, organisch, konventionell) bekannt (Paul Mäder et al. (2002): Soil Fertility and Diversity in Organic Farming. Science 296, 1694-1697). Des Weiteren konnte das Darmstädter Institut für Biologisch-Dynamische Forschung zeigen, dass die Artenvielfalt, die Menge von Mikroorganismen und der Humusgehalt der bewirtschafteten Böden schon nach einigen Jahren biologisch-dynamischen Anbaus signifikant ansteigt.

Hornmist Präparat

– wird bereits vor oder während des Aussäens über das gut vorbereitete Feld gespritzt. Dadurch werden das Keimen und die Entwicklung der ersten Wurzeln angeregt. Besonders die erste Entwicklungsphase der Pflanze wird damit gefördert. Dies ist für die Nahrungsqualität besonders wichtig. Das Präparat wirkt nachhaltig positiv auf die Bodenfruchtbarkeit.

Hornkiesel Präparat

– wird etwas später auf die sich entwickelnden Blätter ausgebracht, indem es in feinen Tröpfchen vernebelt wird. Seine Wirkung kann am besten mit einem Sonnigen, warmen Sommertag verglichen werden. Die Aromabildung und viele typische Qualitätsmerkmale können damit gesteigert werden. Sogar die Haltbarkeit von Lagergemüse wird verbessert.

Fladenpräparat

– fördert das Bodenleben und verbessert damit die Bodenfruchtbarkeit. Es regt die Bodenlebewelt zu einem beschleunigten Abbau organischer wie anorganischer Substanzen an. Dadurch ergibt sich eine harmonische Bodenstruktur, die eine gute Bearbeitung erlaubt und der Pflanze optimierte Wuchsbedingungen liefert.

Die Wirksamkeit des Fladenpräparates bei der Vorbeugung gegen radioaktive Belastungen wurde wissenschaftlich bestätigt. Professor Ewald Schnug aus Braunschweig von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) konnte in verschiedenen Testreihen nachweisen, dass der Einbau von Uran in die Pflanzenmasse bei mit Fladenpräparat behandelten Bodenproben signifikant niedriger ausfällt (Quelle FAL Jahresbericht 2005 S. 25).

Präparatepflanzen

Präparate PflanzenIn der  biologisch-dynamisch Landwirtschaft werden aus Heilpflanzen Präparate zur Belebung der Erde hergesllt. Der Boden wird bei dieser Form der  Landwirtschaft  nicht nur als Speicher  für Nährstoffe gesehen, sondern als selbständiger Organismus. Daher liegt der Schwerpunkt nicht auf dem  künstlichen Hinzufügen und Verbrauchen von Nährstoffen. Vielmehr wird versucht, die Elemente (C, H, O, N, P, K, Ca, Mg,…) in ihrer prozesshaften Dynamik zu verstehen, um sie in eine harmonische Ordnung zu bringen. Wie auch im menschlichen Organismus fördern Heilpflanzen im landwirtschaftlichen Organismus bestimmte Lebensprozesse. Der Jahresrhythmus spielt eine wesentliche Rolle und kann mit dem menschlichen Tageslauf verglichen werden. Auch beim Menschen sollten Wachen und Schlafen, Leistung und Erholung möglichst im Gleichgewicht bleiben. Der Boden als Grundlage für gesundes Wachstum benötigt eine ähnliche Pflege.

Traditionell ist bekannt, dass Heilpflanzen besondere Wirkung auf bestimmte Organe haben (z.B. wirkt die Kamille auf den Darm). Zur Verstärkung der Prozesse werden einige der Präparatepflanzen in tierische Organhüllen gepackt und den Winterprozessen der Erde ausgesetzt. Das geschieht durch Eingraben der Präparate von Ende September bis März. Während dieser Zeit vollzieht sich unter Einwirkung der im Boden wirkenden Kräfte eine Verwandlung, ähnlich einer Fermentierung. Homöopathische Zusätze dieser Kräuterpräparate zu unseren Komposten unterstützen ein harmonisches Pflanzenwachstum und fördern eine gute Rotte, die wichtig für eine gute Bodengare ist (so wird in der Landwirtschaft der Idealzustand eines fruchtbaren Bodens bezeichnet).

 

Wirkung der Heilpflanzenpräparate:

Schafgarbe

Achillea millefolium

– erhöht die Anpassungsfähig- keit einer Pflanze an den Standort und wirkt dadurch belebend; fördert die Kalium- Schwefelprozesse.

Kamille

Matricaria recutita

– wirkt durch seinen besonderen Schwefelgehalt in Beziehung zu Kalzium; macht den Kompost stickstoff- beständiger.

Brennessel

Urtica dioica

– reguliert den Eisenhaushalt im Boden und unterstützt die Kompostierung; kräftigt die Pflanzen.

Eichenrinde

Quercus robur

– greift überall da ein, wo wuchernde Lebensprozesse überhand nehmen wollen. Das Eichen- rindenpräparat stärkt gegen verschiedene Pflanzenkrankheiten; regt die Kalzium- pozesse an.

Löwenzahn

Taraxacum officinale

– mobilisiert Kieselsäure aus der Umgebung und reguliert die Empfindsamkeit der Pflanze; wirkt vornehmlich auf Kieselprozesse.

Baldrian

Valeriana officinalis

– wirkt insbesondere auf die Beziehung zum Phosphor und regt Wärmeprozesse an, die in der Blüten- & und Fruchtbildung zur Wirkung kommen; fördert die Aromabildung der Pflanze.

Ackerschachtelhalm

Equisetum arvense

– enthält sehr viel Silizium und fördert lichthafte Qualitäten. (Si ist das maßgebliche Element im Aufbau des Auges, des Bergkristalls und auch der lichtdurchlässigen Glasscheibe); hilft gegen Pilzbefall, insbesondere bei Nachtschattengewächsen.