Solidarische Landwirtschaft

CSA steht für Community supported agriculture und bedeutet: Gemeinschaftsgetragene Landbaukultur und wird auch als Solidarische Landwirtschaft bezeichnet. Bei diesem Konzept werden die Lebensmittel der Landwirtschaft nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, von Teilnehmerseite mit organisierten und finanzierten,durchschaubaren Wirtschaftskreislauf. Es soll allen Teilnehmern ersichtlich werden, wohin ihr Geld fließt und welche Kosten anfallen. Alle Vermarktungskosten fallen weg. So können Teilnehmer und Produzenten zusammen Landbau- und Ernährungskultur gestalten und gemeinsam die Verantwortung für die Lebensmittelproduktion und Landschaftsentwicklung tragen.

CSA bedeutet auch, dass die Teilnehmer erleben können, wie ihre Ernährungsentscheidung die Kulturlandschaft gestaltet und Artenvielfalt ermöglicht.

 

Die Gemeinschaft ist es, die die geernteten Produkte und selbst erzeugten Lebensmittel erhält. Auf Basis dieser neuen Idee der kulturellen Landwirtschaft ist es den Landwirten möglich, ein ganz besonders vielfältiges Lebensmittelangebot bereitzustellen.  über 100 verschiedene Gemüsesorten, Salate, Kräuter, Eier, Honig, Fleischprodukte, viele verschiedene Brotsorten und – alles in bester Demeter-Qualität.

Zur Reduktion des Verkehrsaufkommens bilden die Teilnehmer Fahrgemeinschaften beim wöchentlichen Abholen der Lebensmittel. Langfristig werden Depots zur Weiterverteilung eingerichtet.

Für die Teilnehmer und besonders auch für die Kinder gibt es Möglichkeiten, das Hofleben und die Arbeit mit Pflanzen und Tieren kennen zu lernen und an den Mitmachtagen auch praktisch anzufassen. Dadurch entsteht eine sinnvolle Transparenz für alle Beteiligten.

Unser CSA Projekt ist nicht Wachstumsorientiert, wir wollen und können nur so viele Mitglieder haben wie der Hof ernähren kann. Für dieses Jahr sind noch Plätze frei. Bei Interesse nehmen sie gerne mit uns Kontakt auf: (Kontaktformular ausfüllen).

 

CSA: die Solidarische Gemeinschaft trägt und gestaltet Landbaukultur

Im Mai 2011 haben wir begonnen mit einer begrenzten Zahl an Menschen,  das CSA Konzept auf Hof Pente zu realisieren. Unser Hof kann langfristig ca. 300 Menschen, bzw. 80 bis 150 Familien, ernähren. Diese finanzieren mit monatlichen Beiträgen die Landwirtschaft, so dass sich die Bauern auf dem Hof ganz auf ihre eigentliche Arbeit, den biologisch-dynamischen Landbau, konzentrieren können.

Mit ihrem Beitritt zur Gemeinschaftsgetragenen Landbaukultur werden Verbraucher zu Teilnehmenden und Gestaltenden. Sie entscheiden sich, die Verantwortung für die biologische dynamische Landwirtschaft des CSA Hof Pente mit zu übernehmen und damitVerantwortung für eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, für aktiven Naturschutz und Landschaftspflege zu tragen.

CSA war eines der favorisierten Konzepte auf dem Weltsozialforum 2001 in Porto Alegre (Brasilien).

Warum CSA?

Immer mehr Menschen erkennen für sich die Bedeutung einer Ernährung mit gesunden, vitalen Lebensmitteln.

In Zeiten zunehmender Kommerzialisierung biologisch angebauter Produkte stellt sich dem Verbraucher jedoch häufig die Frage, wie viel Bio er für sein Geld erhält. Demeter steht für gesunde, naturbelassene Lebensmittel in bester Qualität, die im Einklang mit Mensch und Natur entstanden sind.

CSA ist ein Modell der Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und „Verbrauchern“.

Die Vorteile von CSA liegen auf der Hand:

  • saisonale Produkte aus einer lebendigen, regionalen, nachhaltig betriebenen Landwirtschaft,
  • frische, gesunde Nahrungsmittel aus gesunder Natur
  • das Wissen darüber, wo, wie und von wem die Nahrungsmittel angebaut werden, die man isst,
  • einen Beitrag zu leisten zu einer gesunden lokalen Ökonomie,
  • die Beziehung zur Erde und den Prozessen, die unser Leben möglich machen und ausmachen, zu stärken und zu intensivieren.

Beispiele und Links zu CSA Projekten:

Der Gärtnerhof Entrup eG bei Münster

Seit 2008 beschreitet der Gärtnerhof Entrup mit der CSA-Landwirtschaftsgemeinschaft neue Wege im ökologischen Landbau.

Etwa 200 Menschen bzw. 50 bis 100 Familien kann der Gärtnerhof Entrup ernähren. Diese finanzieren mit monatlichen Beiträgen die Landwirtschaft, so dass sich die Bauern auf dem Hof ganz auf ihre eigentliche Arbeit, den biologisch-dynamischen Landbau, konzentrieren können.

Entrup bietet eine ganz besonders vielfältiges Lebensmittelangebot an. Gemüse, Salate, Kräuter, Eier, Suppenhühner, Schafskäseprodukte, selbstgebackenes Brot und Lammfleisch – alles in bester Demeter-Qualität. Wir danken den Entrupern auch für Ihren tollen Internetauftritt, von dem wir uns intensiv haben inspirieren lassen.

Der Buschberghof in Fuhlhagen bei Hamburg

Der Buschberghof liegt ca. 40 km östlich von Hamburg. Der Hof mit seinen 100 Hektar Fläche wird seit 1954 biologisch-dynamisch (demeter) bewirtschaftet. 1986 wurde die Idee einer Wirtschaftsgemeinschaft (CSA) aufgriffen.

Es entstand eine rechtliche, soziale und wirtschaftliche Konstruktion, die in Europa einmalig ist. Mit seiner Wirtschaftsfläche ist der Hof in der Lage, rund 100 Familien oder 350 Menschen eine Lebensgrundlage zu schaffen. Über Fahrgemeinschaften werden die einzelnen Produkte 1-2x  die Woche an die Mitglieder verteilt.

Der Buschberghof erhielt 2009 den Förderpreis Ökologischer Landbau, weil der Hof mit seinem Betriebskonzept einer „Wirtschaftsgemeinschaft“ – entsprechend der in den USA als „Community Supported Agriculture“ (CSA) bekannten Bewirtschaftungsform – erfolgreich und nachhaltig einen für Deutschland neuartigen Weg der Betriebsführung gegangen ist.