True Cost Accounting

„Bio ist nicht zu teuer, sondern konventionell zu billig“ – davon sind viele Anhänger der Bio-Branche überzeugt. Seit Kurzem sprechen auch Ernst&Young, Standard & Poor’s selbst BlackRock offen darüber, dass ihre Methoden zur Bewertung von Unternehmen nicht mehr aktuell sind. Firmen sollen zukünftig bei ihrer Bewertung u.a. Klimarisiken mitberücksichtigen, sonst werden sie bei ihrer Kreditwürdigkeit heruntergestuft. Für eine bessere Bewertung wurde die Gesamtkostenrechnung entwickelt. Für die Landwirtschaft wurde u.a. die organische Substanz im Boden als Schlüsselindikator identifiziert, der die zukünftige Konkurrenzfähigkeit landwirtschaftlicher Systeme definiert.

Diese Gesamtkostenanalyse wurde basierend auf den Richtlinien des Natural Capital Protocols2 durchgeführt unter Berücksichtigung der von Ernst&Young und Soil & More entwickelten Anforderungen für den Lebensmittel- und Agrarsektor. Folgende Parameter wurden hierbei für die einzelnen Betriebe untersucht: CO2-Emissionen, CO2-Bindung, Wasserverbrauch und -verschmutzung, Erosion, Bodenaufbau, Biodiversität, Energie-verbräuche, Transport der Waren zum Verbraucher, Bildungsarbeit und Gesundheit. Für die Bewertung der ökologischen Aspekte wurden ausschließlich von Industrie und Wissenschaft anerkannte Modelle verwendet.

Die in den letzten Jahren eingeführte schonende Bodenbearbeitung, Untersaat, Zwischenfrüchte und bodendeckende Pflanzen sowie verbesserte Kompostwirtschaft führt zu signifikanter CO2-Bindung und Bodenaufbau. Mehr Hintergrund Informationen:

Auf den Gesamtbetrieb bezogen generiert Hof Pente einen jährlichen Nettonutzen von 30.259 €. Ein durchschnittlicher Vergleichsbetrieb hingegen 100.000 € minus.

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