Präparatepflanzen

Präparate PflanzenIn der  biologisch-dynamisch Landwirtschaft werden aus Heilpflanzen Präparate zur Belebung der Erde hergesllt. Der Boden wird bei dieser Form der  Landwirtschaft  nicht nur als Speicher  für Nährstoffe gesehen, sondern als selbständiger Organismus. Daher liegt der Schwerpunkt nicht auf dem  künstlichen Hinzufügen und Verbrauchen von Nährstoffen. Vielmehr wird versucht, die Elemente (C, H, O, N, P, K, Ca, Mg,…) in ihrer prozesshaften Dynamik zu verstehen, um sie in eine harmonische Ordnung zu bringen. Wie auch im menschlichen Organismus fördern Heilpflanzen im landwirtschaftlichen Organismus bestimmte Lebensprozesse. Der Jahresrhythmus spielt eine wesentliche Rolle und kann mit dem menschlichen Tageslauf verglichen werden. Auch beim Menschen sollten Wachen und Schlafen, Leistung und Erholung möglichst im Gleichgewicht bleiben. Der Boden als Grundlage für gesundes Wachstum benötigt eine ähnliche Pflege.
Traditionell ist bekannt, dass Heilpflanzen besondere Wirkung auf bestimmte Organe haben (z.B. wirkt die Kamille auf den Darm). Zur Verstärkung der Prozesse werden einige der Präparatepflanzen in tierische Organhüllen gepackt und den Winterprozessen der Erde ausgesetzt. Das geschieht durch Eingraben der Präparate von Ende September bis März. Während dieser Zeit vollzieht sich unter Einwirkung der im Boden wirkenden Kräfte eine Verwandlung, ähnlich einer Fermentierung. Homöopathische Zusätze dieser Kräuterpräparate zu unseren Komposten unterstützen ein harmonisches Pflanzenwachstum und fördern eine gute Rotte, die wichtig für eine gute Bodengare ist (so wird in der Landwirtschaft der Idealzustand eines fruchtbaren Bodens bezeichnet).

 

Wirkung der Heilpflanzenpräparate:

Schafgarbe
Achillea millefolium
– erhöht die Anpassungsfähig- keit einer Pflanze an den Standort und wirkt dadurch belebend; fördert die Kalium- Schwefelprozesse.

Kamille
Matricaria recutita
– wirkt durch seinen besonderen Schwefelgehalt in Beziehung zu Kalzium; macht den Kompost stickstoff- beständiger.

Brennessel
Urtica dioica
– reguliert den Eisenhaushalt im Boden und unterstützt die Kompostierung; kräftigt die Pflanzen.

Eichenrinde
Quercus robur
– greift überall da ein, wo wuchernde Lebensprozesse überhand nehmen wollen. Das Eichen- rindenpräparat stärkt gegen verschiedene Pflanzenkrankheiten; regt die Kalzium- pozesse an.

Löwenzahn
Taraxacum officinale
– mobilisiert Kieselsäure aus der Umgebung und reguliert die Empfindsamkeit der Pflanze; wirkt vornehmlich auf Kieselprozesse.

Baldrian
Valeriana officinalis
– wirkt insbesondere auf die Beziehung zum Phosphor und regt Wärmeprozesse an, die in der Blüten- & und Fruchtbildung zur Wirkung kommen; fördert die Aromabildung der Pflanze.

Ackerschachtelhalm
Equisetum arvense
– enthält sehr viel Silizium und fördert lichthafte Qualitäten. (Si ist das maßgebliche Element im Aufbau des Auges, des Bergkristalls und auch der lichtdurchlässigen Glasscheibe); hilft gegen Pilzbefall, insbesondere bei Nachtschattengewächsen.